Nacht der Kirchen

Zum wiederholten Mal veranstalteten die sechs christlichen Kirchen und Kirchgemeinden gemeinsam die Nacht der Kirchen. Zahlreiche Besucher nahmen dieses Angebot wahr.

Dass die sechs christlichen Kirchen und Gemeinden in Radeberg ein gutes Verhältnis miteinander pflegen, wurde an diesem Abend wieder einmal deutlich. Die Gotteshäuser standen an diesem Abend für jeden offen und präsentierten sich den zahlreichen Besuchern. Die Kirchengemeinden boten ein zeitlich versetztes Programm an, sodass man von einer zur nächsten ziehen konnte.

Gestartet wurde 18 Uhr in der freien evangelischen Gemeinde. Hier wurden die Besucher sogar von Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) begrüßt. Die Besucher konnten hier viel Interessantes über Brasilien erfahren, dem vorherigen Wirkungsort des neuen Pastors Wilfried Luft.

Ab 19 Uhr war in der benachbarten neuapostolischen Kirche geistliche Abendmusik zu hören. Der Kammerchor des Kirchenbezirkes Dresden – VOCADEO – präsentierte ein eindrucksvolles Programm unter dem Titel „Herr, auf dich traue ich“. Dabei erklangen unter anderem zwei Lieder des neuen Chorbuchs, das in Kürze erscheinen wird. Nach weiteren Gesangs- und Instrumentalstücken waren die Besucher eingeladen, gemeinsam einen Kanon zu singen. Im Anschluss an das kleine Konzert konnten sich die Besucher über die 115-jährige Geschichte der Kirchengemeinde sowie die 150-jährige Geschichte der Neuapostolischen Kirche informieren.

In der apostolischen Gemeinde konnten Bilder des Malers Ingolf Lindner bewundert werden. Ein kleines Theaterstück unter dem Titel „Sei kein Narr“ regte die Besucher zum Nachdenken über den Glauben an. Dabei drehte sich das Stück um die Frage, was uns vom Glauben abhält.

Eine Video-Präsentation über den inzwischen seliggesprochenen Dresdner Hofkaplan Alojs Andritzki war Schwerpunkt in der katholischen Kirche. Besonders ergreifend war einer seiner Briefe aus dem KZ Dachau, der hier vorgelesen wurde. In der Adventgemeinde wurde die weltweit agierende Hilfsorganisation „Adra“ vorgestellt. Sie half auch bei der letzten Elbeflut in Bad Schandau. Nach einem Flötenkonzert zu später Stunde fand in der evangelischen Stadtkirche eine Abschlussandacht statt.

A.B.